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Warum wir alle multiple Persönlichkeiten haben

Haben wir wirklich nur eine Persönlichkeit? Oder haben wir in Wahrheit vielleicht ganz viele? Normalerweise kennen wir multiple Persönlichkeiten nur aus Filmen wie Fight Club. Aber was ist, wenn in jedem von uns mehrere Persönlichkeiten stecken? Kennst du das, wenn du dir manchmal mit dir selbst nicht einig bist? Manchmal fällt es einem einfach unglaublich schwer, sich zu entscheiden. Ein Teil von uns will etwas, ein anderer Teil nicht. Oder ist dir schon einmal aufgefallen, dass du dich anders verhältst, je nachdem welche Menschen um dich herum sind? Vielleicht verstellst du sogar deine Stimme, je nachdem mit wem du sprichst? All dies sind unterschiedliche Aspekte unserer Persönlichkeit, die in unterschiedlichen Situationen ans Licht kommen.

Haben wir mehrere Persönlichkeiten?

Nat√ľrlich k√∂nnte man auch sagen, dass wir uns in gewissen Situationen einfach nur verstellen und nicht authentisch sind. Und ja, das stimmt auch. Aber trotzdem geh√∂ren diese „Rollen“, die wir spielen auch zu unserer Identit√§t. Denn wenn wir so tun als w√§ren wir jemand anderes, dann werden wir diesem Moment zu dieser Pers√∂nlichkeit.

W√§hrend des Tages wechseln wir √∂fter zwischen unseren Pers√∂nlichkeiten hin und her. Zum Beispiel verhalten wir uns meist ganz anders in der Arbeit, als Zuhause. Ein gutes Beispiel ist auch das Kind, das in der Schule ein Engel und Zuhause aggressiv ist. Oder vielleicht genau anders rum. Manche Menschen¬†werden zu vollkommen anderen Personen, sobald sie mit Tieren oder Kindern spielen. Und sicher kennst du auch jemanden, der jedes Mal zum Hulk wird, wenn er Auto f√§hrt? ūüėČ

Warum wir unsere Rollen erschaffen

W√§hrend unseres Lebens kreieren wir verschiedenen Pers√∂nlichkeiten durch verschiedene Ausl√∂ser. Durch negative Erlebnisse verleugnen und verdr√§ngen wir gewisse Aspekte von uns, distanzieren uns von ihnen und machen sie unbewusst, um unsere Verwundbarkeit zu sch√ľtzen. Das hei√üt aber nicht, dass diese Aspekte dadurch verschwinden. Wir machen sie viel mehr zu einer „eigenen Pers√∂nlichkeit“. Sicher hast du selber schon einmal gesagt: „Ich wei√ü nicht, was da in mich gefahren ist!“. In so einer Situation hast du ganz einfach aus einem unbewussten Aspekt von dir gehandelt.

Nat√ľrlich¬†haben auch andere Menschen einen gro√üen Einfluss auf uns. Wir nehmen ganz automatisch gewisse Eigenschaften, Angewohnheiten und Z√ľge der Menschen an, mit denen wir uns am h√§ufigsten umgeben. Auch unsere Vorbilder¬†haben einen gro√üen Einfluss auf unsere Pers√∂nlichkeit. Wir wollen so sein wie sie und entwickeln deshalb ihre Verhaltensmuster, ob bewusst oder unbewusst.

Eine ganz gro√üe Rolle spielen nat√ľrlich auch die Eltern. Wer von uns hat nicht manchmal die Stimme seines Vaters im Kopf, der einem von etwas abraten will? Oder wer von uns hat in einer schwierigen Situation nicht schon einmal gedacht: Was w√ľrde Mama jetzt tun? Und schlie√ülich hat auch die Gesellschaft im allgemeinen einen Einfluss auf unsere Pers√∂nlichkeit. Wir m√ľssen uns anpassen, m√ľssen uns in unsere Rolle als Lehrer, Arzt, Student, Sch√ľler, Mutter, Vater oder was auch immer hineinfinden.

Unsere verschiedenen Persönlichkeiten

Jeder von uns hat unterschiedliche Aspekte seiner Pers√∂nlichkeit. Einige findet man jedoch in fast allen Menschen. Da gibt es zum Beispiel den inneren Kritiker, der dir sicher auch bekannt ist. Eine Stimme die uns sagt, was wir alles falsch machen. Dass wir wertlos sind und nie etwas richtig machen. Oder auch das innere Kind¬†in uns. Dieser Teil¬†von uns sieht die Welt noch so, wie wir sie als Kind gesehen haben. Alles¬†ist f√ľr ihn ein Abenteuer! Aber er hat auch Angst und wei√ü oft nicht, was √ľberhaupt los ist.

Au√üerdem haben die meisten von uns einen Besch√ľtzer in sich, einen Kontrollfreak, einen Perfektionisten, eine f√ľrsorgliche Person und einen inneren Motivator. Diese verschiedenen Aspekte von uns haben verschiedene Ansichten und Gedanken und sind deshalb nicht immer einer Meinung.

Wollen wir zum Beispiel unsere Ern√§hrung umstellen und auf S√ľ√üigkeiten verzichten, dann werden wir darin von unserem inneren Motivator best√§rkt. Aber vielleicht hat unser inneres Kind etwas dagegen, weil es lieber S√ľ√üigkeiten essen will, als auf seine Gesundheit zu achten. Und wenn wir dann wieder R√ľckf√§llig werden kommt unser innerer Kritiker ins Spiel, der uns daf√ľr schimpft wieder einmal etwas falsch gemacht zu haben.

Wer sind wir wirklich?

Aber welche von diesen Persönlichkeiten sind wir denn nun wirklich? Was ist unser wahres Ich und wie finden wir das heraus? Oder gehören vielleicht all diese Aspekte zu unserem wahren Ich?

Wir alle haben viele Seiten, bestehen aus verschiedenen Teilen, die uns im Ganzen ausmachen. Wir alle haben gegenteilige Aspekte in uns und viele davon sind unbewusst. Wir m√ľssen keinen Teil von uns loswerden und wir m√ľssen auch nicht alle Teile verschmelzen. Wichtig ist, dass wir Konflikte zwischen den verschiedenen Teilen l√∂sen, so dass sie zusammen arbeiten k√∂nnen.

Wenn wir uns wirklich selber kennen lernen m√∂chten, dann m√ľssen wir alle unsere Seiten kennen lernen. Vor allem sollten wir uns unsere unbewussten Aspekte bewusst machen, sie akzeptieren und integrieren. Nat√ľrlich gibt es Teile unserer¬†Pers√∂nlichkeit, die uns nicht gefallen. Aber sie zu verleugnen bringt uns nichts, denn sie finden immer ihren Weg nach drau√üen.¬†Letzten Endes hat jeder Teil unserer Pers√∂nlichkeit ihren Grund.¬†Und je besser wir uns und unsere Pers√∂nlichkeiten kennen, desto mehr Kontrolle haben wir √ľber unser Leben.

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