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Transparente Gedanken

“Dein nächstes Buch geht um Beziehungen, oder?” Ich sehe sie mit großen Augen an. “Woher weißt du das?” Ich hatte bis jetzt nur mit einer Person über das Thema meines nächsten Romanes gesprochen. Und von dieser Person konnte sie es unmöglich wissen. Sie zwinkert mir zu und sagt: “Tja, ich habe das einfach gefühlt. Wundert dich das denn noch?” Ich grinse. “Nein, eigentlich nicht. Aber es fasziniert mich trotzdem jedes mal wieder.”

Ich habe Tränen in den Augen. Wie wertvoll es doch ist, einen Menschen in meinem Leben zu haben, der mich so gut kennt, dass er mich lesen kann. Meine Energie. Ich strahle es aus, sagt sie. Während sie ihre Cola trinkt. Und ich bekomme eine Gänsehaut. Trotz 30 Grad im Schatten. Denn manchmal sagt sie genau das, was ich gerade denke. Was ich gerade fühle. Und auch dann, wenn mir die Worte dafür fehlen. Meine Gedanken sind für sie transparent. Das ist wahre Verbundenheit.

Dieses Jahr sehen wir uns erst das zweite Mal. Letztes Jahr war es fast jedes Wochenende. Aber dieses Jahr ist alles anders. Ich bin ständig unterwegs, wohne nicht mehr in München. Habe keine Wohnung mehr. Und trotzdem ist es so, als wären wir immer zusammen. Wir schreiben uns selten. Wir telefonieren auch nie. Oft hören wir wochenlang nichts voneinander. Aber das ist egal, denn wir brauchen das nicht. Wir spüren den anderen. Wir sind immer zusammen, auch wenn wir uns an anderen Enden der Erde befinden.

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Manche Menschen sehen wir jeden Tag. Wir teilen vieles mit ihnen. Wir reden viel. Mann kennt sich ewig. Und doch kennt man sich kaum. Ich meine, man kennt sich, aber auf eine andere Art und Weise. Auf einer anderen Ebene. Nicht auf einer Seelenebene.

Und dann gibt es Menschen, die man nur selten sieht. Mit denen man nur selten spricht. Die man vielleicht auch noch gar nicht so lange kennt. Und doch kennen sie dich besser, als viele andere. Vielleicht weil die Seelen miteinander sprechen. Denn wenn man sich dann sieht ist es so, als wäre man die ganze Zeit zusammen gewesen. Als hätten die Wochen und Monate dazwischen keine Bedeutung. Denn man war nie ganz weg. Man war immer verbunden.

Zeit spielt keine Rolle.

“Weißt du noch damals in Italien? Als wir alle nass im Auto saßen und einen Lachanfall bekommen haben? Wegen dem Teekessel? Da gibt es doch noch das eine Video!” Wir schauen alte Fotos und Videos auf dem Handy an. Lachen uns kaputt. Erinnern uns an wundervolle Zeiten. Sind einfach nur dankbar für diese Momente. “Wann waren wir nochmal in Prag?” Es kommt uns vor, als wäre das alles erst gestern passiert. “Was, das ist schon wieder 3 Jahre her?”

Menschen kommen und Menschen gehen. Und manche Menschen bleiben. Egal was passiert. Egal wo man lebt. Egal welchen Weg man einschlägt. Man bleibt verbunden. 

Denn mit gewissen Menschen verbindet einen mehr, als nur eine Freundschaft. Es ist fast so, als hätte man sich schon immer gekannt. Als hätten beide Seelen schon viele Leben miteinander verbracht. In vielen verschiedenen Körpern. Sich in all diesen Leben wiedergefunden. Wieder vereint.

Und niemals ganz verloren.  

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Marina  ♥

 

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2 Comments

  • Reply König Wasserrutsche

    Seelenpartner, Verbundenheit, Beziehungen… darüber hab ich jetzt auch geschrieben 😀 Aber doch in einem “etwas” anderem Kontext. Das ergab sich halt so, nachdem ich dir den Rest der Story geschickt hatte und ich dachte, dass ich doch mal wieder bloggen sollte 🙂 Pro-Tipp: Für die Extraportion Drama und Nervenkitzel könnte einer der Charaktere in deinem neuem Buch ein Narzisst sein 😉 Da kannst du dann Psycho-mäßig richtig abdrehen, was die Story angeht! Titel “Hug off!” oder “Love Club” anstatt “Fight Club” 😀

    11. August 2018 at 15:16
    • Reply Marina

      Ach wie schön, du hast wieder mit dem bloggen angefangen?
      Hehe das mit dem Narzisst ist keine schlechte Idee, allerdings habe ich die Charaktere schon sehr weit ausgearbeitet und das würde jetzt nicht mehr passen. Aber das kann sich ja im Schreibprozess auch ändern hehe 😉
      Hug off und Love Club gefallen mir beide haha 😀

      13. August 2018 at 12:48

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