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Taktlos.

Entscheidungen. Wir drehen uns im Kreis. Wir tanzen einen Tanz, der nicht immer einem bestimmten Rhythmus folgt. Manchmal schon. Manchmal wiederholt sich die Choreografie und ich weiß ganz genau, wie sie endet. Aber manchmal gerät alles aus dem Takt. Und dann frage ich mich, ob es die richtige Entscheidung war. Ob es die richtige Entscheidung überhaupt gibt. Und ob wir das wohl jemals herausfinden werden.

Taktlos.

Ich wollte wissen, was ich will. Ich wollte wissen, was ich fühle. Denn das muss ich doch, um das zu bekommen, was ich möchte. Aber was ist, wenn ich immer noch nicht weiß, was das ist? Was ist, wenn ich es nie wirklich wissen werde? Wenn ich mir nur einrede, es zu wissen, weil ich die Kontrolle über mein Leben haben möchte?

Eine Kontrolle, die nichts weiter ist, als reine Illusion.

Es gab Zeiten, in denen ich dachte, dass ich mir über gewisse Dinge so unendlich sicher bin. Und irgendwann warf ich doch alles wieder über Bord. Änderte meine Meinung, sah etwas aus einer neuen Perspektive. Weil ich nicht mehr dieselbe Person war, die damals meine Entscheidungen getroffen hat. Weil diese Entscheidungen die Person, die ich damals war, verändert hat.

Weil jede Entscheidung uns ein klein wenig transformiert, uns zu jemand anderem formt.

Vielleicht ist es okay wenn man etwas, wofür man so hart gearbeitet hat, wofür man so viel geopfert hat, plötzlich gar nicht mehr möchte. Wenn man realisiert, dass es nicht das Richtige ist. Aber man hat es versucht. Und nun kennt man sich ein ganzes Stückchen besser. Weiß, was man nicht möchte. Und das ist ein Anfang.

Vielleicht geht es gar nicht darum, herauszufinden was man möchte. Vielleicht geht es darum, herauszufinden, was man nicht möchte.

Ausprobieren, versagen, einen neuen Kurs einschlagen.

Es ist okay, etwas gehen zu lassen. Es ist okay, sich neu zu entscheiden, etwas anderes zu wollen. Es ist okay Fehler zu machen, weil ich nur dadurch lerne, mich selber zu verstehen.

Entscheidungen prägen mein Leben. Sie bestimmen meine Richtung, meinen Kurs. Aber vielleicht geht es im Leben gar nicht darum, immer auf dem richtigen Kurs zu bleiben. Vielleicht besteht die wahre Schönheit des Lebens sogar darin, immer und immer wieder vom Kurs abzukommen und dann die Segel neu auszurichten, weil der alte Kurs doch nicht mehr so passend erscheint.

Vielleicht sollte ich aufhören zu versuchen, alles richtig zu machen. Vielleicht sollte ich mich einfach auf den Tanz einlassen. Dem Leben öfter die Führung überlassen.

Wir geraten gemeinsam aus dem Takt.

Und gemeinsam kreieren wir eine neue Melodie.

 

***

Marina  ♥

 

 

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Gefallen dir meine Worte? Dann lies doch mal in die ersten Kapitel meines Romans “Weck mich auf!” rein.

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