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Miste dein Leben aus – Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich!

Kennt ihr die Szene aus „Fight Club“, in der der Erzähler erfährt, dass seine Wohnung komplett abgebrannt ist und er alles, was er besitzt, einfach so verloren hat? „Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun“, klärt ihn Tyler Durden später auf.

Über diesen Satz habe ich in der letzten Zeit öfters nachgedacht. Fight Club ist mein absoluter Lieblingsfilm (und Lieblingsbuch) und ich finde, dass man viel von ihm lernen kann. Natürlich würde ich es schlimm finden, wenn meine Wohnung abbrennt und ich auf einen Schlag alle meine Besitztümer verlieren würde. Das wäre eine Katastrophe! Und trotzdem muss ich zugeben, dass dieser Gedanke irgendwas befreiendes an sich hat.

Trenne dich von Dingen

Ich habe ja bereits schon in diesem Artikel darüber geschrieben, was Wohnung ausmisten für eine Wirkung auf unsere Psyche hat. Damals habe ich auch schon ordentlich viel aussortiert und weggeschmissen oder weggegeben. Aber in den letzten Wochen hatte ich immer wieder verstärkt den Drang dazu, mich von noch mehr Dingen zu trennen.

Als ich dann auf YouTube zufällig das Hörbuch „The Life-Changing Magic of Tidying Up“ (Buch auf deutsch: „Magic Cleaning: Wie richtiges aufräumen ihr Leben verändert“ * von Marie Kondo entdeckt habe, konnte mich keiner mehr stoppen. In diesem Buch wird die sogenannte KonMari Methode vorgestellt, die im Großen und Ganzen sagt, dass man nur Dinge behalten sollte, die man wirklich liebt und die einem immer noch Freude bringen. Alles, was seinen Zweck schon erfüllt hat und nicht mehr benötigt wird, kommt weg.

 Nutzt du deine Sachen auch?

Das hört sich einfach an, aber wir haben alle einfach Massen an Dingen zuhause, von denen wir uns nur schwer trennen können, die wir aber eigentlich nicht mehr brauchen und welche keinen Sinn mehr für uns haben. Marie Kondo meint, dass jeder Gegenstand genutzt werden sollte. Steht ein Gegenstand nur herum, so strahlt er eine schlechte Energie aus, denn es ist nicht sein Sinn, in einer Ecke des Schrankes zu verrotten. Deshalb sollten wir ihn weggeben. Vielleicht hat ein anderer mehr davon. Und alles was wir geben, kommt auch in irgendeiner Form wieder zu uns zurück.

Außerdem merken wir durch das radikale Ausmisten, was wirklich wichtig ist. Wir bekommen einen besseren Überblick über unsere Sachen, wie auch über unser Leben. Marie Kondo unterstützt täglich Leute dabei, ihre Wohnung zu entrümpeln. Sie hat es oft erlebt, dass ihre Kunden, nachdem sie nur noch von den Dingen umgeben waren, die sie wirklich lieben, ihr Leben komplett verändert haben. Den Job gewechselt, ein Business gestartet, sich vom Partner getrennt, herausgefunden, was sie wirklich wollen. Den Grund dafür habe ich ebenfalls hier schon erklärt.

 Ausmisten macht frei!

Alles was du hast, hat irgendwann dich“, behauptet Tyler Durden. Und er hat Recht. Ich fühle mich so viel freier, wenn ich mich von Dingen trenne, an denen ich hänge, die aber keinen Sinn mehr erfüllen. Man lässt die Vergangenheit los und lebt mehr im Hier und Jetzt. Und das bedeutet, man ist einfach glücklicher und unbeschwerter!

Wir identifizieren uns zu sehr mit unseren Besitztümern, wollen immer mehr. „Werbung macht uns heiß auf Klamotten. Wir arbeiten in Jobs, die wir hassen, nur damit wir uns Scheiße kaufen können, die wir nicht brauchen.“ Dabei können Besitztümer uns nicht glücklicher machen, das können nur wir selbst. „Du bist nicht dein Job! Du bist nicht das Geld auf deinem Konto! Nicht das Auto, das du fährst! Nicht der Inhalt deiner Brieftasche! Und nicht deine blöde Cargo-Hose!“

Wir brauchen keine materiellen Dinge, um mehr wert zu sein. Wir sind wunderbar, einfach nur weil wir existieren! Natürlich heißt das jetzt nicht, dass wir unsere gesamten Besitztümer verbrennen und einem Fight Club beitreten sollen 😉 Aber die Wohnung radikal auszumisten befreit. Und ein ordentliches Zuhause bedeutet einen geordneten Verstand und mehr Überblick über die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ziele!

 

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4 Comments

  • Reply Be Sassique

    Toller Post. Ich versuche auch mindestes 2 mal im Jahr auszumisten. Danach fühlt man sich einfach besser. Ich versuche meine Sachen dann noch zu spenden, wodurch ich dem ganzen Zeug nicht nachtrauer, sondern mich freue andere Menschen damit glücklich zu machen.
    Das Hörspiel bzw. Buch werde ich wohl auch mal anhören bzw. lesen
    Liebste Grüße
    Sassi
    http://www.besassique.com

    25. Juli 2016 at 7:12
    • Reply Marina

      Super 🙂 Ich finde das Gefühl danach einfach toll. Das Hörbuch kann ich dir wirklich nur empfehlen! Das motiviert total 😉
      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße
      Marina

      25. Juli 2016 at 9:07
  • Reply Melanie

    Ohhhh jaaa, da nutze ich die nächsten tage auch mal um Aufzuräumen. :-*

    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

    28. Oktober 2017 at 17:50
    • Reply Marina

      Das ist ein unglaublich befreiendes Gefühl! 😀 Wünsche dir ganz viel Spaß dabei. 😉
      Liebe Grüße
      Marina

      1. November 2017 at 17:13

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