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Liebesbrief an den Winter

Lautlos fallen weiße Flocke und packen die Wiesen in weiche Watte. Tanzend legen sie sich auf die Äste der Bäume und schenken ihnen warme Decken.
 
Die Kälte zieht durch meinen Mantel, lässt meine Finger taub werden und erinnert mich daran, dass ich lebe. Ich trotze der Kälte nicht, ich spüre sie mit allen Sinnen. 

Ich höre die Stille, mit der die weißen Schneeflocken langsam auf den Boden gleiten. Kein Wind weht, kein Vogel singt.
 
Ich sehe meinen weißen Atem, welcher mir stets voraus ist, wild aufbraust und sich dann langsam wieder verliert.
Ich schmecke die eisige Luft, die scharf in meiner Lunge brennt.
 
Ich fühle das Eis unter meinen Sohlen brechen und rieche die feuchte, schneidende Witterung des Winters.
Die Sonne kommt zwischen den Wolken hervor und bringt das Weiß zum glitzern. Funkelnde Partikel strahlen mir vom Boden entgegen und machen die Szene unwirklich. Hellblau und weiß, Licht und Schatten.
 
Die Sonne verschwindet, der Schnee fällt lautlos weiter und verwischt langsam unsere Spuren.
Alles ist friedlich, ruhig und kristallklar. Fast unwirklich erscheint die verschneite Landschaft. Eiskristalle leuchten, bringen Gräser zum Schweigen und Teiche zum Stillstehen. Frost lässt die Luft schwer werden.
 
Die Sonne geht unter, lässt die Wälder leuchten und färbt sie Lila. 
Die Magie des Winters ist unbeschreiblich.
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4 Comments

  • Reply Weil Träumen die wachste Art des Daseins ist

    Einfach nur echt schön <3 Lg Scarlet

    11. Januar 2017 at 10:15
  • Reply Sandra

    Sehr schön geschrieben 🙂

    Vielleicht interessiert dich ja auch mein Blog Soulie. Dort gibt es viele spirituelle Themen unter anderem, weil ich gesehen habe das deine Texte auch ähnliches beinhalten 🙂

    21. Januar 2017 at 8:28
    • Reply Marina

      Danke liebe Sandra 🙂 Das hört sich interessant an, ich schaue auf jeden Fall mal vorbei!
      Liebe Grüße
      Marina

      23. Januar 2017 at 14:55

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