Follow me:

Lebst du schon, oder scrollst du noch?

Heutzutage gehört Facebook einfach zu unserem Leben dazu. Wir nutzen es jeden Tag und können uns ein Leben ohne das soziale Netzwerk gar nicht mehr vorstellen. Doch wie gefährlich ist Facebook für uns und was können wir tun, um unsere Sucht einzuschränken?  

Die Sucht nach dem Leben anderer

Es ist schon erstaunlich, wie viel Zeit wir verschwenden, indem wir auf Facebook herumscrollen, uns dort Videos ansehen und uns damit beschäftigen, was andere Leute gerade tun.

Warum sind wir so süchtig danach, zu wissen was die anderen gerade machen? Warum sind wir so süchtig danach, uns selber so gut wie möglich darzustellen? Den Leuten zu zeigen wie toll unser Leben ist? Den Leuten zu zeigen, wo wir im Urlaub sind, auf welcher Party wir gerade sind? Natürlich ist es schön, seine Erlebnisse mit Leuten zu teilen, doch das ist nicht die erste Absicht, die die meisten Leute haben.

Was ist echt und was gespielt?

Wir spielen uns alle gegenseitig etwas vor. Und wir spielen uns selber etwas vor. Wir sind süchtig nach den Likes und brauchen die Anerkennung in Form von netten Kommentaren. Wozu das alles?

Die Antwort ist: Weil wir uns selbst nicht lieben. Wir sind uns nicht genug. Wir wollen immer etwas besseres sein, als wir gerade sind. Wir wollen Perfektion.

Das Problem ist, dass wir das nie erreichen werden. Wir können nur zu dem Menschen werden, der wir sein wollen, wenn wir anfangen uns zu akzeptieren und uns lieben lernen.

Ist Facebook böse? 

Ich bin nicht gegen Facebook. Ich habe meinen Account auch nicht gelöscht. Ich finde es in manchen Dingen sehr nützlich. Man kann mit Leuten in Kontakt bleiben, die man nicht oft sieht, vielleicht weil sie nicht in unserem Land leben. Es ist auch schön, zu wissen was sie machen und zu sehen das es ihnen gut geht. Außerdem ist Facebook sehr nützlich für mich als Studentin. Es gibt viele Gruppen, in denen sich die Studenten meiner Fakultät zusammentun und austauschen. Nein, Facebook ist an sich nicht schlecht!

Wir missbrauchen es jedoch zu oft. Wir verbringen täglich Stunden mit dem surfen auf Facebook! In dieser Zeit könnten wir so viele andere Sachen machen. Das Leben ist zu kurz, um es damit zu verbringen, das Leben von anderen Leuten zu betrachten! Wir müssen uns um unser eigenes kümmern. Und damit meine ich nicht, unser Leben auf Facebook zu präsentieren und zu zeigen wie toll alles ist, wenn wir in Wirklichkeit ganz und gar nicht zufrieden sind.

Was mache ich jetzt? 

Deshalb habe ich beschlossen, einen ersten Schritt zu machen und die Facebook App von meinem Handy gelöscht. Komischerweise war es gar nicht schwer und ich habe mich danach richtig erleichtert gefühlt!

Wenn mir jetzt langweilig ist, kann ich nicht einfach zu meinem Handy greifen und automatisch Facebook öffnen um darauf hängen zu bleiben. Das passierte davor ganz automatisch! Ich habe es nicht einmal gemerkt und auf einmal war eine halbe Stunde rum!

Wenn ich Facebook brauche kann ich immer noch von meinem Laptop drauf zugreifen. Da ich diesen aber nicht immer bei mir habe, werde ich es trotzdem sicher nicht so häufig nutzen wie früher.

Jetzt kann ich diese Zeit anders nutzen. Und das habe ich heute auch getan. Ich habe mir überlegt, was ich als Kind gemacht habe, wenn ich mal zuhause und nicht draußen war. Als Kind habe ich es geliebt zu schreiben. Ich habe Tagebuch geschrieben und mit meiner Schwester zusammen habe ich Geschichten geschrieben.

Außerdem habe ich mit Freunden Drehbücher geschrieben und diese danach verfilmt. Ich habe es geliebt Filme und Musikvideos zu drehen! Und ich habe viel gelesen. Je älter ich wurde desto weniger habe ich gelesen und irgendwann habe ich es komplett aufgegeben. In der Schule und in der Uni muss man ja eh schon genug lesen und es ist ja sowieso „uncool“.

 

Mich sollte aber nicht interessieren was „cool“ und was „uncool“ ist. Wer hat überhaupt das Recht das zu bestimmen?! Nur ich selbst!

Deshalb habe ich jetzt wieder angefangen mir die Zeit zu nehmen ein Buch zu lesen, anstatt auf Facebook rumzuscrollen.

Es gibt so viele Dinge zu tun und ich freue mich darauf neue Dinge auszuprobieren 🙂

Wie oft und wie lange nutzt ihr täglich Facebook? Vernachlässigt ihr aufgrund von Internet/Facebook/Twitter/Instagram Dinge die ihr früher gerne getan habt?

Next Post

You may also like

3 Comments

  • Reply absichtlich leben. - Genug getippt: 6 Tipps gegen Handysucht! | absichtlich leben.

    […] wenn man auf die Handyuhr schaut, meistens hängen bleibt und Nachrichten und Emails checkt, schaut was es auf Facebook neues gibt, oder Zeitung liest. Deshalb habe ich mir wieder Armbanduhren zugelegt. Sie sind jetzt mein […]

    5. August 2017 at 8:50
  • Reply Lu

    Hey, ganz ganz toller Artikel! 😉
    Ich muss allerdings leider gestehen, dass ich ein richtiger Facebookjunkie bin, besonders seit ich (wieder) blogge 😮
    Ich sitze alleine arbeitsbedingt 8 Stunden am Pc, die meiste Zeit davon verbringe ich auf Facebook, Twitter, WordPress und natürlich Blogs 😉
    Allerdings sollte ich mir genau deswegen wohl am besten abgewöhnen, auch nach der Arbeit noch vor’m Laptop oder Handy zu sitzen..
    Auf jeden Fall ist schon mal ne Verbesserung eingetreten 😛

    Liebste Grüße
    Lu

    http://www.oceanhippieblog.wordpress.com

    14. September 2017 at 12:16
    • Reply Marina

      Hallo Lu,

      hehe das kenne ich. Ich sitze arbeitsbedingt auch 8 Stunden am Pc und genau wie du verbringe ich davon sehr viel Zeit auf Social Media 😉 Ich finde das auch okay, denn ich mag meinem Job 😀 Allerdings sollte man immer die richtige Balance finden und sich bewusst auch mal Tage nehmen, an denen man komplett darauf verzichtet.
      Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende <3
      Marina

      16. September 2017 at 13:41

    Leave a Reply

    *

    code