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7 Gr├╝nde, warum du alleine reisen solltest, um herauszufinden wer du bist

Alleine verreisen? Ist das nicht total langweilig und irgendwie traurig? Ungef├Ąhr so habe ich noch vor ein paar Jahren gedacht. F├╝r mich war es v├Âllig unverst├Ąndlich, warum Leute so etwas machen wollen. Alleine in einem fremden Land, in dem man niemanden kennt? Da vereinsamt man ja total! Und au├čerdem ist das doch viel zu gef├Ąhrlich.

Lustigerweise denke ich heute komplett anders. Heute kann ich mir, zumindest im Moment, kaum etwas spannenderes vorstellen. Und genau deshalb werde ich mir auch das ganze┬án├Ąchste Jahr Zeit daf├╝r nehmen, durch die Welt zu ziehen. Besucher und Mitreisende sind nat├╝rlich immer herzlich willkommen. Aber oft┬áwerde ich auch nur auf mich gestellt sein, neue Menschen und Kulturen kennenlernen, Abenteuer erleben, frei sein.

Mein grober Plan sieht im Moment so aus: Zuerst geht es für drei Monate nach London, danach mache ich den Jakobsweg in Spanien und dann stehen noch Peru, Canada und die USA auf dem Programm.

Alleine reisen kann eines der spannendsten Dinge sein, die man tun kann. Und man lernt eine Menge dabei. Vor allem über sich selbst. Hier sind 7 Gründe, warum auch du wenigstens einmal in deinem Leben alleine reisen solltest. 

1. Du lernst, deine eigenen Entscheidungen zu treffen

Wenn wir alleine unterwegs sind, dann haben wir niemanden, dem wir unsere Entscheidungen ├╝berlassen┬ák├Ânnen. Und das tun wir sonst oftmals ganz gerne. Manchmal, weil wir Angst haben eine falsche Entscheidung zu treffen, manchmal, weil wir andere nicht ver├Ąrgern wollen und manchmal einfach nur, weil wir zu faul sind.

Aber sobald wir nur noch auf uns gestellt sind funktioniert das nicht mehr. Wir m├╝ssen selber Verantwortung f├╝r uns ├╝bernehmen. Wir m├╝ssen entscheiden wohin wir gehen, wie lange, was wir machen und wann. Wir haben niemanden, den wir um Rat fragen k├Ânnen. Wir m├╝ssen lernen, auf uns selbst zu h├Âren. Und das ist eines der wichtigsten Dinge ├╝berhaupt, die man lernen kann!

Mehr dazu:┬á4 Fragen, die dir helfen, lebensver├Ąndernde Entscheidungen zu treffen

2. Du lernst deine Grenzen kennen

Alleine in der Welt unterwegs zu sein bedeutet immer auch seine Komfortzone zu verlassen. Und zwar nicht nur ein bisschen. Manchmal m├╝ssen wir mit Vollgas ins kalte Wasser springen. Was trauen wir uns┬áwirklich? Wie gut k├Ânnen wir uns auf uns selbst verlassen?

Wir lernen auf Menschen zuzugehen und wir finden heraus, wie wir von ihnen┬ábehandelt werden wollen. Denn wir f├╝hlen uns fremden Personen zu nichts verpflichtet und wir m├╝ssen uns nichts von ihnen gefallen lassen.┬áNiemand kennt uns und deshalb k├Ânnen wir auch ganz wir selbst sein, denn vermutlich werden wir diese Menschen sowieso nie wieder sehen.

Eine perfekte M├Âglichkeit also, um herauszufinden, wer man wirklich ist. Wir erfahren, was uns vom Rest der Welt unterscheidet, was uns einzigartig macht, was unsere Individualit├Ąt ausmacht und was wir wirklich wollen.

Mehr dazu: Wie du pers├Ânliche Grenzen setzt, um du selbst zu bleiben

3. Du lernst, dir selber zu vertrauen

Wenn wir lernen eigene Entscheidungen zu treffen, lernen wir gleichzeitig auch uns zu vertrauen. Wir verlieren die Angst davor unseren Gefühlen zu folgen und wir finden heraus, dass wir selber am Besten wissen, was das Beste für uns ist.

Ohne Menschen oder Medien um uns herum, die uns beeinflussen wollen, sehen wir unseren Bed├╝rfnissen vielleicht zum aller ersten Mal direkt ins Gesicht. Die Stimmen die uns einreden wollen, sie wissen besser was gut f├╝r uns┬áist, sind nicht mehr da. Und pl├Âtzlich beginnen wir, auf unsere eigenen innere Stimme zu h├Âren.

Mehr dazu: Wie man weniger denkt und mehr vertraut

4. Du lernst deine W├╝nsche und Bed├╝rfnisse kennen

Keine Kompromisse. Wir k├Ânnen das tun, worauf auch immer wir Lust haben. Niemand da, der sich beschwert. Niemand da, der einen besseren Vorschlag hat. Niemand da, der uns verurteilt. Niemand da, der uns zur├╝ck h├Ąlt. Jetzt sind wir gezwungen uns die Frage zu stellen: Was wollen wir eigentlich wirklich tun?

Nun┬ágilt es herauszufinden, was die eigenen pers├Ânlichen Interessen, Bed├╝rfnisse und W├╝nsche sind. Wir m├╝ssen keine R├╝cksicht nehmen, sondern nur auf uns selber h├Âren. Und vielleicht haben wir das schon lange nicht mehr getan. Deshalb kann es sein, dass wir zun├Ąchst gar nicht wissen, was wir ├╝berhaupt wollen. Aber wir sind auf uns alleine gestellt und k├Ânnen die Entscheidung niemand anderem ├╝berlassen. Und deshalb┬áfinden wir schlie├člich die Antwort in uns selbst!

Mehr dazu: Was brauchst du wirklich? – Wie du deine wahren Bed├╝rfnisse erkennst

5. Du lernst, f├╝r dich einzustehen

Freiheit bedeutet immer auch Verantwortung. Und wenn wir auf uns alleine gestellt sind, dann m├╝ssen wir f├╝r uns selbst Verantwortung ├╝bernehmen. Wir m├╝ssen also lernen, f├╝r uns selber zu sprechen, uns zu sch├╝tzen, f├╝r uns zu sorgen, unsere Bed├╝rfnisse zu erf├╝llen.

Wir fangen an, f├╝r uns selber zu denken. Wenn wir Leute kennenlernen wollen, dann m├╝ssen wir auch auf sie zugeben. Wir ├╝ben unsere Kommunikation, aber haben keinen Druck, denn wir m├╝ssen nur Freundschaften schlie├čen, wenn wir auch┬áLust darauf haben. Wir erkennen, dass wir nie wirklich alleine sind, denn man kann ├╝berall Menschen kennenlernen, wenn man den Mut dazu hat, f├╝r sich und seine Bed├╝rfnisse einzustehen.

Mehr dazu: Warum Selbstliebe das Gegenteil von Egoismus ist

6. Du lernst neue Perspektiven kennen

Neue Orte, neue Erfahrungen, neue Perspektiven. Sobald wir┬áaus unserem gewohnten Umfeld herauskommen und unsere Komfortzone verlassen, sehen wir die Welt pl├Âtzlich mit ganz anderen Augen. Wir brechen┬áaus unserem K├Ąfig aus und bemerken, dass es noch so viel mehr gibt.

Wir lernen andere Kulturen kennen, andere Ansichten, anderes Essen, andere Menschen. Und pl├Âtzlich verstehen┬áwir, dass nicht alles nur schwarz und wei├č ist und dass Vorurteile meist nichts anderes sind, als eben blo├č Vorurteile.

Auch unsere Ansicht ├╝ber uns selbst ├Ąndert sich. Wir merken, dass wir uns ├Ąndern k├Ânnen, wann immer wir wollen und sein k├Ânnen, was auch immer wir sein wollen. Wir befreien uns von alten Denkmustern und vielleicht auch von immer mehr Gegenst├Ąnden. Und wir ├Âffnen uns immer mehr f├╝r neue Ansichten und Perspektiven.

Mehr dazu: Der schnellste Weg, dein Leben zu ver├Ąndern

7. Du lernst, im Moment zu leben

Spontanit├Ąt entsteht durch Unabh├Ąngigkeit. Und wann sind wir unabh├Ąngiger, als wenn wir alleine reisen? Wir k├Ânnen alles auf uns zukommen lassen, flexibel sein, loslassen und einfach mit dem Flow gehen. So lernen wir wieder Vertrauen in den nat├╝rlichen Fluss des Lebens zu haben. Und schlie├člich entstehen so die besten Abenteuer!

Wenn wir nicht wissen, was morgen kommt, dann bleibt uns nichts anderes ├╝brig, als den Moment zu leben. Wir lassen uns treiben und genie├čen die Reise. Wir sind immer gespannt darauf, was als n├Ąchstes passieren wird, wen wir kennenlernen werden, wo wir unterkommen werden, was wir sehen und erleben werden.

Aber wir stressen uns nicht, wir vertrauen. Und wir genie├čen. Wir genie├čen es, am Leben zu sein. Wir genie├čen es, vom Leben ├╝berrascht zu werden. Und wir genie├čen es, wir selbst zu sein. Vielleicht zum ersten Mal in unserem Leben.

Mehr dazu: Warum du dich nicht lebendig f├╝hlst (und wie du das ├Ąnderst)

Falls dich jetzt auch das Reisefieber und das Fernweh gepackt hat, dann kann ich dir einen ganz tollen Blog empfehlen. Auf www.pinkcompass.de gibt┬áCarina┬áTipps zur Reiseplanung und ermutigt vor allem Frauen dazu, sich in das Abenteuer „Alleine reisen“ zu st├╝rzen.

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2 Comments

  • Reply Tomek

    Hallo Marina,
    ein sehr sch├Âner Beitrag. Ich dachte es w├╝rde gen├╝gen, ab und zu in die Natur zu gehen und dort ein bisschen Zeit mit sich alleine zu verbringen.

    Aber durch deinen Beitrag hat mich doch die Reiselust und das Abenteuer neugierig gemacht. Vor allem hat es auch was von „Komfortzone verlassen“

    Ich danke dir f├╝r das teilen ­čÖé

    20. Dezember 2017 at 14:18
    • Reply Marina

      Hallo Tomek,
      in die Natur zu gehen und dort Zeit mit sich alleine zu verbringen ist doch auch eine super Sache!
      Aber beim Reisen verl├Ąsst man seine Komfortzone dann doch noch ein bisschen mehr ­čśë
      Sch├Ân, dass dich die Abenteuerlust gepackt hat! ­čśÇ
      Liebe Gr├╝├če
      Marina

      21. Dezember 2017 at 11:50

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